Leckortung  Thermografie
 
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bi-thermografische_leckortung_mit_infrarotkamera.gif (23059 Byte)
  Die thermografische Leckortung mit der Infrarotkamera    
   

Messprinzip

 

Alle Objekte geben permanent Wärmestrahlung ab. Detektoren innerhalb der Infrarotkamera nehmen die Strahlung auf und setzen sie zu einem Wärmebild der untersuchten Fläche zusammen. Auf dem in die Kamera integrierten Monitor ist also die Verteilung der Temperaturen auf der Oberfläche des untersuchten Objektes sichtbar. Dabei können Temperaturunterschiede bis zu einem zehntel Grad gemessen werden.

Entweicht aus einer Leckstelle Wasser, so beeinflusst dieses die Temperaturen in der Umgebung der Undichtigkeit. Insbesondere bei Heiz- und Warmwasserleitungen kann eine Leckage zu einer deutlichen Erwärmung der Bauteile führen, welche die Leitung umgeben.

  Einsatzbereich Die thermografische Leckortung ist besonders erfolgreich bei großen Leckstellen, sowie bei einem großen Temperatur- unterschied zwischen austretendem Medium und der Umgebung. Diese Temperaturdifferenz kann beeinflusst werden, indem beispielsweise undichte Kaltwasserleitungen mit warmem Wasser gespeist werden.

Eine Undichtigkeit ist um so einfacher zu lokalisieren, je geringer die Verlegungstiefe ist. Bei ausreichender Wasseraustrittsmenge und Temperaturdifferenz können auch Lecks an sehr tief verlegten Leitungen gefunden werden.

Neben dem direkten Auffinden der Leckstelle mittels der Kamera, liefert deren Einsatz oft hilfreiche Informationen zur Feuchtig- keitsverteilung und Leitungsführung.

 

 
  Technische Grenzen Die Infrarotkamera ist ein Gerät, bei dem hohe Erwartungen existieren. Die Vorstellung, dass durch eine thermografische Kontrolle alle Leckstellen zweifelsfrei ortbar sind, ist weit verbreitet.

Tatsächlich ist es jedoch nicht möglich, jede Undichtigkeit durch den alleinigen Einsatz der Infrarotkamera zu lokalisieren. Die Faktoren, die eine thermografische Ortung verhindern, sind vielseitig. Oft ist die austretende Wassermenge zu gering oder das Wasser tritt innerhalb einer Ummantelung aus und gibt die Wärme deswegen nicht an die Umgebung ab.

Häufig liefert die thermografische Untersuchung allein keine ausreichenden Hinweise für die sichere Ortung einer Undich- tigkeit. Andere Untersuchungsmethoden sind anzuwenden, damit die Lokalisation der Leckstelle erfolgreich durchgeführt werden kann.

 

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